Der Arzt und Apotheker James Parkinson (1755-1824) ist — wie schon fast vermutet — Namensgeber. 1817 beschrieb er die Krankheit als “Shaking Palsy” — Schüttellähmung.
Der französische Neurologe Professor Jean Marie Charcot war dann 1884 der erste, der den Namen Morbus Parkinson benutzte.
1919 wurden endlich die krankhaften Veränderungen in der sogenannten Schwarzen Substanz des Gehirns entdeckt.
Die schwarze Substanz, Substantia nigra, ist eine Ansammlung von melaninhaltigen Nervenzellen im Mittelhirn. Die schwarze Substanz fällt im Schnittbild mikroskopisch durch die schwarze Färbung auf (was den Namen erklärt). Sie ist Teil des extrapyramidalen Systems und enthält ein Schaltzentrum, das die unwillkürlichen Bewegungen der Augen, des Kopfes und des Rumpfes auf die Eindrücke von Augen und Ohren abstimmt.
In den 1969er Jahren konnte schließlich der biochemische Hintergrund der Krankheit aufgedeckt werden: der Mangel am Botenstoff (Neurotranmitter) Dopamin. Diese Erkenntnisse eröffneten den Weg für die heutige, meist sehr effektive Therapie der Erkrankung mit L-Dopa.