Benigne (gutartige) Lebertumoren
Sind selten. Davon am häufigsten: Hämangiome (Blutgefäßtumoren), seltener: Leberzelladenome (Adenome sind gutartige Tumoren der Schleimhaut oder des Drüsengewebes) oder fokal noduläre Leberzellhyperplasie (lokal begrenzte, knotenförmige Vergrößerung durch vermehrte Zellteilung (Hyperplasie), also Zellvermehrung).
An dieser Stelle kurz die Abgrenzung zur Hypertrophie (Organvergrößerung durch Vergrößerung der einzelnen Zellen, nicht durch Zellvermehrung).
Therapie
Kleine Hämangiome bleiben, große werden wegen Blutungsgefahr entfernt. Die Fokal nodulären Hyperplasien müssen nur entfernt werden, wenn sie Beschwerden nach sich ziehen oder bei unklarer Dignität (Wertigkeit: benigne oder maligne?). Angiome hingegen werden aufgrund des Risikos der Entartung immer entfernt.
Lebermetastasen
Die häufigste Form der malignen Lebertumoren sind Metastasierungen, die sog. Lebermetastasen, auch sekundäre Malignome genannt. (Der Begriff “Malignom” wird — wie “Krebs” — als Oberbegriff verwendet und sagt nichts aus über Ursprungsgewebe, Ausdehnung und Lokalisation. Letztlich bedeutet er nichts anderes als bösartiger Tumor.)
Die Metastasen, die sich im Schall als rundliche Knoten zeigen, treten solitär (einzeln) oder mutipel auf. Eine Metastasenleber ist von Tumorknoten durchzogen, die sich auch an der Oberfläche vorwölben können.
Trotz fortschreitender operativer Therapie ist die Prognose schlecht; Metastasen sind schließlich ein Zeichen für eine hämatogene Streuung (also auf dem Blutweg).
Hepatozelluläre Karzinome
sind bei uns selten. Diese primären Leberkarzinome treten meist nach Leberzirrhose oder chronischer Hepatitis auf.
Symptome
- Abgeschlagenheit
- Müdigkeit
- Gewichtsverlust
- Oberbauchbeschwerden
- Ikterus
- Die Leber ist härter, oft vergrößert.
- Aszites kann auftreten
Therapie
Leberteilresektion (nur dann, wenn der Tumor lokal und in der Größe begrenzt ist).
Sonst (meist) pallitive Geschichten: Chemo (auch regional über Katheter, der in die A. hapatica implantiert ist), transarterielle Embolisation (Verschluss der Gefäße zum Tumor via Katheter, der percutan in die A. hepatica geschoben wird).
LTX (Transplantation) als Ausnahme in Einzelfällen.
Leber(teil)resektion
Bei Tumor, Lebertrauma, Abszessen oder Echinokokkuszysten. Tyisch: Orientierung an anatomischen Grenzen (wie Segmenten) oder atypisch (Keilexzision, Tumor-Enukleation u.ä.), die sich dann eben nicht an die Anatomie hält.
Nicht-zirrhotische Lebern sind extrem regenerationsfähig, eine Entfernung bis 80 Prozent ist möglich.