Unterhalb des Zwerchfells erweitert sich der Verdauungskanal sackartig zum Magen (Ventriculus, Gaster). Der Magen ist ein Muskelsack mit Schleimhautauskleidung (Achtung! 3 Muskelschichten: zusätzlich zur Längs- & Ring- noch eine schräge Muskelschicht).
Abschnitte:
- Cardia (Eingang)
- Fundus (kuppelförmige, luftgefüllte Wölbung)
- Corpus (Körper; Hauptteil)
- Antrum (Ausgang) mit Pylorus (Pförtner), der die Passage in den Dünndarm kontrolliert.
Die Magenschleimhaut und der Magensaft
Die rötlich-graue Magenschleimhaut ist reich mit Drüsen durchsetzt, die in Abhängigkeit von der Nahrungsaufnahme durchschnittlich zwei Liter Magensaft pro Tag absondern. Seine Bestandteile sind:
- Salzsäure (HCl) als „Desinfektionsmittel” und zur Einleitung der Eiweißverdauung (Denaturierung der Eiweiße) aus Belegzellen
- Pepsinogene und Pepsine zur Eiweißverdauung sowie Lipase zur Fettverdauung (aus Hauptzellen)
- Magenschleim (Muzin), der intensiv auf der Magenschleimhaut haftet und sie vor der aggressiven Salzsäure schützt (aus Nebenzellen)
- Intrinsic Factor, der zur Resorption von Vitamin B12 im Dünndarm benötigt wird (aus Belegzellen)
Die Magensaftbildung wird durch den N. vagus (Hauptnerv des parasympathischen Systems) und die Hormone Gastrin und Sekretin gesteuert. Man spricht von hormonell-nervaler Steuerung. Gastrin stammt aus den G-Zellen des Magens und gelangt auf dem Blutweg (hämatogen) zu den Haupt- & Belegzellen (Anregung der Sekretion & der Magenmotilität). Angedaute Proteine starten die Gastrin-Ausschüttung; Nikotin, Gewürze, Alkohol & Koffein fördern sie zusätzlich.
Der Anblick & Geruch von Nahrung und Rezeptorenreize im Mund lösen Magensaftproduktion aus. Auch die Dehnung der Magenwand wird von Rezeptoren erfasst.
Und dann noch
Auch die Peristaltik (für Durchmischung des Speisebreis und Kontakt mit Magensaft) wird hormonell und nerval gesteuert.
Fassungsvermögen: etwa 1,5 Liter. Gemüse & Obst verweilen 1-2 Stunden, Kohlenhydrate etwas länger, proteinreiche Kost noch einwenig länger. Am längsten (5-8 Stunden) bleibt fettreiche Kost im Magen.
[...] kurz Ösi genannt, verbindet als etwa 25 cm langer Muskelschlauch den Rachen mit dem Magen. Durch seine Elastizität kann er sich beim Schlucken auf bis zu 3,5 cm aufdehnen, jedoch nicht an [...]
[...] besseren Kontakt zur Nahrung). Besonderheiten der Schleimhaut in den einzelnen Abschnitten: vgl. Magen, Dünndarm, [...]