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	<title>OP-klemmchen &#187; Neurologie</title>
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	<description>Wo Blut ist, ist Leben!</description>
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		<title>Schlaganfall, apoplektischer Insult, Apoplex, Hirninfarkt, Stroke – viele Namen für ein schreckliches Ereignis</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Jan 2009 11:31:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kunstgriff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
		<category><![CDATA[Herz & Kreislauf]]></category>
		<category><![CDATA[Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Neurologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist die häufigste Erkrankung des Gehirns überhaupt. Fast jeder 3. erleidet sie, jeder 6. stirbt daran. Die Krankheit ist gekennzeichnet durch eine akute Schädigung bzw. den völligen Untergang von Hirngewebe infolge einer Störung der arteriellen Durchblutung.
Zu über 80% ist eine verminderte Blutversorgung durch Gefäßeinengung oder -verschluss bei Arteriosklerose verantwortlich. Oft ist die Arteria cerebri [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist die häufigste Erkrankung des Gehirns überhaupt. Fast jeder 3. erleidet sie, jeder 6. stirbt daran. Die Krankheit ist gekennzeichnet durch eine <em>akute Schädigung</em> bzw. den <em>völligen Untergang von Hirngewebe</em> <em>infolge</em> einer <em>Störung der arteriellen Durchblutung</em>.</p>
<p>Zu über 80% ist eine <em>verminderte Blutversorgung</em> durch Gefäßeinengung oder -verschluss bei Arteriosklerose verantwortlich. Oft ist die Arteria cerebri media betroffen. Ihr Versorgungsgebiet beherbergt so wichtige Funktionen wie die Willkürmotorik und die Sensibilität. Beides kann betroffen sein, und Symptome zeigen sich auf der dem Schlag gegenüberliegenden Körperseite. Der Grund: In der Pyramidenbahn kreuzen 80% der Fasern auf die Gegenseite, aber auch die aufsteigenden Ausläufer, welche sensible Signale aus der Peripherie zum Gehirn leiten, kreuzen hier zur Gegenseite.</p>
<p>Folge ist (meist) eine <strong>Hemiparese </strong>(Halbseitenlähmung). Je nachdem, wie ausgedehnt die Apoplexregion ist, können entsprechend mehr neurologische Ausfälle bestehen; man denke an Sprachstörungen beispielsweise.<br />
Warum ist so häufig das Bein betroffen? Die Arteria cerebri anterior (die vordere Hirnaterie) versorgt die sog. Mantelkante der Oberfläche der Hemisphäre (Hirnhälfte) &#8212; das ist die Stelle, wo der tiefe Einschnitt zwischen den Hirnhälften zu sehen ist. Auf der <strong>vorderen</strong> (motorischen) und hinteren (sensiblen) Zentralwindung  ist an der Manteklante  geweils das Bein repräsentiert, das bedeutet, dass eine Schädigung hier sich zwangsläufig auf die Bewegungsmöglichkeiten und die Sensibilität im Bein der gegenüberliegenden Seite auswirken muss.</p>
<p>Zudem können Sehstörungen auftreten. Wenn dauerhafte Beeinträchtigungen in einer Gesichtsfeldhälfte auftreten, ist der Verschluss in der Arteria cerebri posterior lokalisiert, wleche den Hinterhauptslappen mit derr Sehrinde versorgt.</p>
<p>Zwei Begriffe sind im Zusammenhang mit dem Schlaganfall noch wichtig:</p>
<h3>TIA und PRIND</h3>
<p>Die eben besprochenen Störungen sind im Fall eines Apoplex&#8217; irreversibel, d.h. die geschädigten Regionen erholen sich nicht mehr.</p>
<p>Eine <strong>TIA </strong>(<em>transistorisch ischämische Attacke </em>= vorübergehende plötzliche Unterversorgung mit Sauerstoff) hingegen tritt kurzfristig auf, die Symptome bilden sich innerhalb von 24 Stunden komplett zurück.</p>
<p>Bei einer <strong>PRIND </strong>(<em>prolongiertes reversibles ischämisches neurologisches Defizit </em>= verlängertes umkehrbares neurologisches Defizit aufgrund einer Sauerstoffunterversorgung) gilt das prinzipiell auch, aber die Symptome halten über einige Tage an, sind dann jedoch auch rückläufig.</p>
<p>Wie der Name Hirnschlag (englisch: Stroke) bereits andeutet, kommt das Ereignis plötzlich und schnell. Es gibt eine Form des Schlaganfalls, die <strong>Progressive Stroke</strong> (fortschreitender bzw. schrittweiser Schlag) genannt wird. Die Symptomatik beginnt schleichend und bildet sich erst nach und nach voll aus.</p>
<p>Während man einem Apoplex hilflos ausgeliefert ist, sollte man bei auftretenden Ausfällen, die teilweise nur wenige Minuten anhalten, umgehend zum Arzt gehen. Dies gilt bei kurzzeitigen Sehstörungen auf einem Auge, Sensibilitätsstörungen und Lähmungen, die sich wieder legen. Oft sind das Warnschüsse, die einer Diagnostik bedürfen.</p>
<p>Apropos Diagnostik: Im CT (Computertomogramm) ist nach Schlaganfall eine dunkle, mehr oder weniger ausgedehnte Höhle, sichtbar; hierbei handelt es sich um einen Defekt nach Gewebsuntergang.</p>
<h3>Symptome</h3>
<p>Meist und typischerweise liegt eine spastische Hemiparese vor. Arm und Finger sind meist in Beuge-, das Bein hingegen in Streckstellung. Bedingt durch die Beinstreckung und die Spitzfußstellung (Plantarflexion) droht das Bein bei Bewegung auf dem Boden zu schleifen. Daher wird das Bein automatisch kreisförmig nach vorne geführt.</p>
<p>Welche weiteren Symptome (Sprach- oder Sehstörungen, Fazialislähmung&#8230;) vorliegen, hängt von Lokalisation und Ausdehnung des Schlaganfalls ab.</p>
<h3>Pflege</h3>
<p>Neben gängigen Prophylaxen (Dekubitus-, Kontrakturenprophylaxe) sind Schlaganfall-Patienten oft wesensverändert. Es fällt schwer, den im wahrsten Wortsinn Schicksalsschlag zu verarbeiten. Da ist viel Geduld und Engagement erforderlich! Etwa 30% der Betroffenen bleiben dauerhaft pflegebdürftig.</p>
<p>Die Gefahr von <em>Kontrakturen </em>und der Ausbildung eines <em>Spitzfußes </em>(letztlich auch eine Kontraktur) ist aufgrund der Hemiparese sehr groß. Daher werden die Gelenke regelmäßig durchbewegt, die Lagerung erfolgt in physiologischer Mittelstellung. Gegen den Spitzfuß ist das Sitzen im Stuhl mit Bodenkontakt (im Rollstuhl mit Kontakt zur Fußablage der Beinstütze) das Beste.</p>
<p>Möglichst rasch erfolgt die Mobilisation, über den Stand vorm Bett bis zum assistierten Gehen kurzer Strecken.</p>
<h3>Bobath</h3>
<p>Hier nur in aller Kürze: Die gelähmte Seite muss bewusst gemacht werden. Vor allem dann, wenn auch die Sensibilität gestört ist, nehmen Betroffene die erkrankte Seite nicht mehr wahr. Ansprechen und Pflegemaßnahmen über die betroffene Seite abwickeln, Aktivitäten des Patienten ebenfalls; so sollten der Beistelltisch und der Bettaustieg ebenfalls zur betroffenen Seite weisen. [Das Bobath-Konzept bekommt noch einen eigenen Eintrag.]</p>
<h3>Nomen est omen</h3>
<p>Ich habe in der Aufzählung oben noch den Begriff <em>zerebraler Insult</em> vergessen. Bedeutet natürlich nichts anderes als Hirnschlag, klingt aber sehr durchdacht und gewählt.</p>
<h3>Und dann noch: Die übrigen 15-20%</h3>
<p>Wer oben aufmerksam gelesen hat, der hat bemerkt, dass die Rede war von über 80%. Mehr als 80% aller Schlaganfälle gehen auf das Konto einer zerebrovaskulären Insuffizienz. Und der Rest?</p>
<p>Hier sind <strong>Hirnblutungen </strong>meist die Ursache. Zu einem größeren Teil als Folge einer <em>geplatzten Hirnarterie</em> mit nachfolgender Blutung ins Gehirn (<em>intrazerebrale Blutung</em>). Dann gibt es noch die <em>Subarachnoidalblutung </em>(kurz: SAB; Blutung in den Raum zwischen Arachnoidea = Spinnenwebshaut und Pia mater = Weiche Hirnhaut).</p>
<p>Und zuletzt, weil im Vergleich sehr selten, müssen als Ursachen noch <em>Gefäßentzündungen</em>, <em>Hirnvenen</em>- und <em>Sinusthrombosen </em>genannt werden.</p>
<h3>Risikofaktoren</h3>
<p>Die Frage kommt oft. &#8220;Was habe ich  nur falsch gemacht?&#8221; Möglicherweise nichts, aber Rauchen, Kontrazeptiva (die Anti-Baby-Pille), Übergewicht, Diabetes mellitus, Störungen im Fettstoffwechsel und &#8212; ganz besonders wichtig &#8212; eine arterielle Hypertonie begünstigen einen Stroke ganz erheblich.</p>
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		<title>Levodopa &#8212; Orale Parkinson-Therapie</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Jan 2009 09:00:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kunstgriff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
		<category><![CDATA[Neurologie]]></category>
		<category><![CDATA[Pharma]]></category>
		<category><![CDATA[Parkinson]]></category>

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		<description><![CDATA[L-Dopa, also Levodopa, kam erst 1973 auf den Markt.
Levodopa ist der Grundstoff für Adrenalin, Noradrenalin, Dopamin und Melanin. Es passiert die Blut-Hirn-Schranke und ist daher für die Therapie des Morbus Parkinson ideal. Damit es nicht zu früh in Dopamin umgewandelt wird, kommt ein sog. Decarboxylase-Hemmer hinzu: Entweder Carbidopa oder Benserazid.
Bei der Decarboxylierung wird aus einem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>L-Dopa</strong>, also <strong>Levodopa</strong>, kam erst 1973 auf den Markt.</p>
<p>Levodopa ist der Grundstoff für Adrenalin, Noradrenalin, Dopamin und Melanin. Es passiert die Blut-Hirn-Schranke und ist daher für die Therapie des Morbus Parkinson ideal. Damit es nicht zu früh in Dopamin umgewandelt wird, kommt ein sog. Decarboxylase-Hemmer hinzu: Entweder Carbidopa oder Benserazid.</p>
<p>Bei der Decarboxylierung wird aus einem chemischen Molekül ein Kohlenstoffdioxid-Molekül abgespalten (1 C, 2 O &#8230; das kennen wir doch? Und zwar unter der Kurzbezeichnung Kohlendioxid). Diese chemische Reaktion ist für die Umwandlung von L-Dopa in Dopamin wichtig, und außerhalb des Liquorraumes, noch im Körper, würde die recht bald stattfinden. Beim Parkinson fehlt das Dopamin als Überträgerstoff aber massiv in der Schwarzen Substanz im Mittelhirn, und da muss L-Dopa erstmal hinkommen. Daher ein Stoff, der diese chemische Reaktion hemmt: Der Decarboxylase-Hemmer. (Zur Erinnerung: -asen sind immer Enzyme, die eine bestimmte Reaktion antreiben. Hier wird also das Enzym, welches die Decarboxylierung vorantreibt, gehemmt.)</p>
<p>Im Hirn hingegen ist die Umwandlung in Dopamin ausdrücklich erwünscht, denn dort fehlt es ja, und nachdem L-Dopa die Blut-Hirn-Schranke üerwunden hat, kann es losgehen. So gesehen ist L-Dopa nicht die arzneimittelkundlich wirksame Substanz, sondern deren Vorstufe (in der Pharmakologie spricht man von Prodrug).</p>
<p>L-Dopa eignet sich auch zur Therapie des Restless Leg Syndroms (RLS). RLS ist eine <span class="mw-redirect">neurologische</span> Erkrankung mit Gefühlsstörungen und Bewegungsdrang in den Beinen, einhergehend mit unwillkürlichen Bewegungen, auch im Schlaf. [Unser guter Freund und Nachbar leidet darunter, nimmt L-Dopa -- und es wirkt!] Nebenwirkung ist eine gesteigerte sexuelle Aktivität. [Auch das kann hinkommen, sagt unser Freund und Nachbar.] Weiterhin werden Dyskinesien (unwillkürliche, überschießende Fehl-Bewegungen), Herzrhythmusstörungen, erhöhter Augeninnendruck und psychische Störungen beobachtet.</p>
<p>Gerade bei Jüngeren, die noch eine ganze Weile mit der Erkrankung zu leben haben, wird die Gabe von Levodopa oft heruasgezögert. Die Wirkung lässt nach 3-5 Jahren spürbar nach, und die Dosis muss gesteigert werden. Trotzdem zeigt der Körper der Betroffenen oft Funktionslücken, in denen die Betroffenen sich kaum bewegen können.</p>
<p>Präparate: <em>Madopar</em><sup>®</sup>, <em>Levopar</em><sup>®</sup>, <em>Nacom</em>® (Levodopa in Kombination mit Decarboxylase-Hemmer Benserazid).</p>
<h3>Alternativen zu L-Dopa:</h3>
<ul>
<li><strong>MAO-Hemmer</strong> (hätten die sich in China damals wohl auch gewünscht!): <span style="text-decoration: underline;">M</span>ono<span style="text-decoration: underline;">a</span>mino<span style="text-decoration: underline;">o</span>xidase ist am Abbau von Dopamin beteiligt; eine Hemmung verhindert dies. Die Nebenwirkungen entsprechen denen von L-Dopa. Präparat: Selegilin (<em>Movergan</em>®).</li>
<li><strong>Dopamin<span style="text-decoration: underline;">agonisten</span></strong>: Dopaminwirkung wird gefördert. Nebenwirkungen: Durch die Blockade von Dopaminrezeptoren in den Bereichen Striatum, Substantia nigra, Hypothalamus und limbisches System treten bei Anwendung von Dopamin-Antagonisten eine Reihe von Nebenwirkungen auf, allen voran die <em>Dyskinesien </em>(Störungen im Ablauf von Bewegungen) und die <em>Dystonien </em>(Störung im Muskeltonus mit lang anhaltenden, unwillkürlichen Kontraktionen der Skelettmuskulatur, die sich in abnormen Haltungen und Fehlstellungen des Körpers oder einzelner Körperteile äußern).<br />
Dopaminagonisten machen das, was der Name vermuten lässt: Sie fördern die Wirkung des zu wenig vorhandenen Dopamins, was sogar wegen eines &#8220;relativen Überschusses&#8221; zu Psychose-ähnlichen Symptomen führen kann.<br />
Bei Psychosen nämlich gibt man Dopamin<span style="text-decoration: underline;">anta</span>gonisten, Gegenspieler des Dopamins, die hemmend die Rezeptoren für Dopamin besetzen.<br />
Präparate: Bromocriptin (<em>Pravidel</em>®), Lisurid (<em>Dopergin</em>®).</li>
<li><strong>NMDA-Antagonisten</strong>: Besetzen Rezeptoren für bestimmte Aminosäuren im Gehirn. Durch Block der NMDA-Rezeptoren verbessert sich die Relation zwischen Hemmung und Stimulation cholinerger Neuronen (cholinerg= auf Azetylcholin reagierend bzw. Azetylcholin enthaltend).<br />
Warum ist das wichtig? Parkinson führt zu einem Ungleichgewicht zwischen Dopamin (das zu wenig da ist) und Azetylcholin (das zwar nicht erhöht ist, aber relativ zu viel vorkommt). Präparate: Amantadin (<em>PK-Merz</em>®), Budipin (<em>Parkinsan</em>®).</li>
<li><strong>COMT-Hemmer</strong>: Das Enzym COMT, ausgeschrieben ein Wortmonster (Catechol-O-Methyltransferase). In der  Peripherie (denn auch da, beispielsweise bei der Signalübertragung vom Axon auf den Muskel an der motorischen Endplatte, gibt&#8217;s Dopamin) wird der Dopaminabbau gehemmt, L-Dopa als Vorstufe hat somit eine bessere Bioverfügbarkeit.<br />
Werden immer zusätzlich verabreicht. Nebenwirkungen: Dyskinesien, Durchfall.<br />
Präparate: Entacapon (<em>Comtess</em>®).</li>
<li><strong>Anticholinergika</strong>: Da Azetylcholin relativ zu viel da ist, kann es ausgebremst werden. Mundtrockenheit, Verstopfung, Harnverhalt, Herzrhythmusstörungen, Störungen der Psyche.<br />
Präparate: Biperiden (<em>Akineton</em>®), Metixen (<em>Tremarit</em>®).</li>
</ul>
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		<title>Parkinson &#8212; Therapeutische Ansätze</title>
		<link>http://www.gefluegelfreiezone.de/wp/wordpress/2009/01/23/parkinson-therapeutische-ansatze/</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Jan 2009 01:56:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kunstgriff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neurologie]]></category>
		<category><![CDATA[Parkinson]]></category>

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		<description><![CDATA[Medikamentös können die Leitsymptome Tremor (Zittern), Akinese (Bewegungsverlangsamung)           und Rigor (Muskelsteifheit) deutlich verlangsamt werden. Mit L-Dopa, so es denn anschlägt,  soll die Lebenserwartung sich nicht von der gesunder Menschen unterscheiden.
Daneben wird durch stereotaktische Eingriffe, minimal-invasive OPs am Gehirn, das Einsetzen von Elektroden durchgeführt.
Nach der Implantation [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Medikamentös können die Leitsymptome <strong>Tremor </strong>(Zittern), <strong>Akinese </strong>(Bewegungsverlangsamung)           und <strong>Rigor</strong> (Muskelsteifheit) deutlich verlangsamt werden. Mit L-Dopa, so es denn anschlägt,  soll die Lebenserwartung sich nicht von der gesunder Menschen unterscheiden.</p>
<p class="bodytext">Daneben wird durch stereotaktische Eingriffe, minimal-invasive OPs am Gehirn, das Einsetzen von Elektroden durchgeführt.</p>
<p>Nach der Implantation werden über eine Dauerstimulation (Tiefenhirnstimulation) Tremor, Rigor und Akinese oder die Dyskinesien des Parkinson-Patienten oft deutlich verbessert. (Ich habe es gerade in meiner angeheirateten Familie, selbst ein wenig verwundert, erleben können.)<br />
Von den unterschiedlichen Zielpunkten für stereotaktische Parkinson-Operationen wird der Thalamus zur Behandlung des tremordominanten Parkinsonsyndroms genutzt (also dann, wenn das Zittern im Vordergrund steht).</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Parkinson &#8212; Häufigkeit, Auftreten, Erblichkeit, Ursachen</title>
		<link>http://www.gefluegelfreiezone.de/wp/wordpress/2009/01/23/parkinson-haufigkeit-auftreten-erblichkeit-ursachen/</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Jan 2009 01:43:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kunstgriff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neurologie]]></category>
		<category><![CDATA[Parkinson]]></category>

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		<description><![CDATA[Häufigkeit
Je nachdem, wo man sich umsieht, variieren die Zahlen stark, aber von 100.000 Menschen sind zwischen knapp 20 und 190 betroffen. Im Kern Europas und in Nordamerika kommen wir auf 160 Parkinson-Erkrankte &#8212; das ist ziemlich viel. Die Dunkelziffer ist allerdings sehr hoch, weil oft keine entsprechende Diagnose gestellt oder der Patient nicht erfasst wurde. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Häufigkeit</h3>
<p>Je nachdem, wo man sich umsieht, variieren die Zahlen stark, aber von 100.000 Menschen sind zwischen knapp 20 und 190 betroffen. Im Kern Europas und in Nordamerika kommen wir auf 160 Parkinson-Erkrankte &#8212; das ist ziemlich viel. Die Dunkelziffer ist allerdings sehr hoch, weil oft keine entsprechende Diagnose gestellt oder der Patient nicht erfasst wurde. Schätzungsweise gibt es bis zu 400.000 Erkrankte.</p>
<h3>Wer ist betroffen?</h3>
<p>Männer und Frauen etwa gleich oft. Um die 20 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner pro Jahr gibt es bei uns, und die Häufigkeit steigt mit zunehmendem Alter an (1% in der Fraktion der über 60 Jahre alten, 3% bei den über 80jährigen).</p>
<p>Zunehmend sind aber auch Jüngere betroffen, 8-10% der Neuerkrankungen treten bei den unter 40 Jahre alten auf, 30% bei Menschen unter 50. Es gibt selten noch jüngere Betroffene, der Altersdurchschnitt liegt aber bei Mitte 60. Es gab auch schon 12jährige!</p>
<h3>Zur Frage der Erblichkeit und den Ursachen von Parkinson</h3>
<p>Etwa 80% leiden an der idiopathischen Form, also der ohne erkennbare Ursachen. Ist Parkinson erblich?</p>
<p>Schau&#8217;mer mal rein&#8230;</p>
<h3>Ursachen</h3>
<p><!-- #BeginEditable "text" --> <!-- webprinter.printsection.begin --></p>
<p><strong>Freie Radikale </strong>(<strong>Oxidativer Stress</strong>) scheinen eine Rolle zu spielen.</p>
<p><!-- headline ende --> <!-- webprinter.printsection.begin -->Durch Giftstoffe wie zum Beispiel MPTP,          aber auch bei normalen Stoffwechselvorgängen, kann es im Körper          zur Bildung zellschädigender chemischer Verbindungen kommen, die          als „freie Radikale“ bezeichnet werden und die dopaminproduzierende Zellen schädigen können. Schon beim Abbau von Dopamin          kann als Nebenprodukt Wasserstoffperoxid entstehen, das zellschädigend          wirkt. Normalerweise wird dieser Stoff aber rasch mit Hilfe des Enzyms          Gluthathion-Peroxidase zu harmlosem Wasser abgebaut. Ein zweiter Abbauweg          lässt Hydroxyl-Ionen und stark zellschädigende freie Hydroxylradikale          entstehen. Wie alles im Körper, ist Dopamin nicht unbegrenzt haltbar und muss zwischenzeitlich abgebaut und ersetzt werden.</p>
<p>Der Name &#8220;oxidativer Stress&#8221; rührt daher, dass bestimmte Stoffwechselvorgänge von einer Freisetzung von zellschädigenden Sauerstoffverbindungen begleitet sind.</p>
<p>Hinzu kommen</p>
<ul>
<li>eine <strong>altersbedingte eingeschränkte Entgiftungsfähigkeit </strong>der Zellen,</li>
<li><strong>Veränderungen in</strong> <strong>den Mitochondrien</strong>, den Energiezentren der (Nerven-)Zellen (dort entsteht aus Glucose und Sauerstoff unter Zuhilfename von bestimmten Enzymen ATP, Energieträger des Körpers; daneben wird übrigens Wärme, Wasser und CO2 produziert),</li>
<li>zahlreiche <strong>Umweltfaktoren </strong>(Kohlenmonoxid, Mangan, Zyanide, Schwermetalle          wie Blei oder bestimmte Insektizide wie Paraquat und Diquat)</li>
<li>und <strong>genetische Faktoren</strong>, die zu einer reduzierten Entgiftung der Hirn-Nervenzellen führen. Genetisch meint hier nicht zwangsläufig vererbt; bei Vorgängen, an denen das Erbgut im Zellkern beteiligt ist (und wann ist das <span style="text-decoration: underline;">nicht </span>der Fall?), kann es zu Mutationen am Erbgut kommen. Die Zahl solcher Mutationen erhöht sich mit steigendem Lebensalter.<br />
Diese Mutationen         bestimmter Gene (z.B. α-Synuclein-Gen) führen zu einer Veränderung         der Aminosäurensequenz, die in den Genen festgelegt ist, und verursachen die charakteristischen         Stoffwechselstörungen, die zu der Zelldegeneration in der schwarzen       Substanz und in anderen Strukturen führen. Melaninhaltige Zellen sind besonders anfällig, und die Nervenzellen der Scharzen Substanz sind so namensgebend dunkel, weil sie intrazellulär viel Eisen und Melanin enthalten.<br />
(Zur Erinnerung: Aminosäuren sind die Bausteine der Proteine; die Abfolge der Aminosäuren ist charakteristisch für jedes Protein und in den Genen codiert).</li>
</ul>
<h3>Zur Frage der Erblichkeit</h3>
<p>Die erbliche Form         der Krankheit zeigt einen typischen Erbgang (autosomal         dominant oder rezessiv), das Krankheits-Eintrittsalter ist jünger         als beim idiopathischen Parkinson, die Krankheit zeigt andere, <span style="text-decoration: underline;">für das idiopathischen         Parkinson-Syndrom nicht typische       Erscheinungen</span>. Etwas mehr als 10 gestörte Genstellen (Loci, Mz. von Locus) konnten bislang identifiziert werden.</p>
<p>Die eigentliche, idiopathische Form von Parkinson wird (nach heutigem Kenntnisstand) nicht vererbt!</p>
<h3>Vorsorge</h3>
<p>Da man die Krankheit heute noch immer nicht aufhalten kann, machen Vorsorge-Tests (noch) keinen Sinn. Die ersten Symptome der Krankheit treten erst dann auf, wenn ca. 60 %          der Dopamin-Produktion in der Schwarzen Substanz verloren gegangen ist.          Dieser Vorgang kann auch 5-20 Jahre dauern, es gibt also eine lange         symptomfreie (präklinische) Phase. Tests verunsichern nur; erst bei entsprechenden Therapien sind sie sinnvoll.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Extrapyramidal oder basal?</title>
		<link>http://www.gefluegelfreiezone.de/wp/wordpress/2009/01/23/extrapyramidal-oder-basal/</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Jan 2009 00:38:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kunstgriff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
		<category><![CDATA[Neurologie]]></category>
		<category><![CDATA[Basalganglien]]></category>
		<category><![CDATA[Motorik]]></category>
		<category><![CDATA[Parkinson]]></category>

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		<description><![CDATA[Basalganglien &#8211; Extrapyramidales System
 Die Parkinson-Krankheit ist eine der bekanntesten Erkrankungen des          extrapyramidal-motorischen Systems (EPMS) bzw. der sog. Basalganglien.
Das extrapyramidal-motorische System wurde so definiert, dass dieses          System jene motorischen Strukturen zusammenfasst, die mit der Pyramidenbahn   [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Basalganglien &#8211; Extrapyramidales System</h3>
<p><!-- headline ende --> <!-- webprinter.printsection.begin -->Die Parkinson-Krankheit ist eine der bekanntesten Erkrankungen des          <a title="Das EPMS -- Was ist das?" href="http://www.gefluegelfreiezone.de/wp/wordpress/2009/01/23/das-extrapyramidale-system/" target="_self"><strong>extrapyramidal-motorischen Systems</strong></a> (EPMS) bzw. der sog. <strong>Basalganglien</strong>.</p>
<p>Das extrapyramidal-motorische System wurde so definiert, dass dieses          System jene motorischen Strukturen zusammenfasst, die mit der Pyramidenbahn          nicht unmittelbar in Zusammenhang stehen. Sie sind jedoch funktionell eng mit diesem verknüpft. Heute benennt man das EPMS lieber als Basalganglien.</p>
<p><strong>Extrapyramid<span style="text-decoration: underline;">a</span>l</strong> [lat.: außerhalb der Pyramidenbahn befindlich]. ‒ Das <strong>extrapyramidale System</strong> ist die Gesamtheit von Hirn-Nervenzellen, die zusammen mit dem Pyramidenbahnsystem die Skelettmuskulatur innervieren sowie den Muskeltonus und Bewegungsabläufe regulieren.</p>
<p>Im Nucleus caudatus und dem Putamen, zusammengefasst als Striatum, verlaufen von der Schwarzen Substanz aus die dopaminergen Bahnen. Hier geht ohne Dopamin nichts. Dopaminerg bedeutet: Auf Dopamin angewiesen.</p>
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		<title>Parkinson &#8212; Die Symptome</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Jan 2009 00:31:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kunstgriff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neurologie]]></category>
		<category><![CDATA[Parkinson]]></category>

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		<description><![CDATA[Da Parkinson keine Lähmung im eigentlichen          Sinn ist, wie sie zum Beispiel nach einem Schlaganfall vorkommen kann, und zudem das Zittern nicht immer vorkommt, ist der Begriff Schüttelähmung nicht mehr gebräuchlich.
Parkinson-Krankheit, Morbus Parkinson oder idiopathisches Parkinson-Syndrom (IPS) &#8212; alle Begriffe meinen dieselbe Erkrankung, die wir kurz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da Parkinson keine Lähmung im eigentlichen          Sinn ist, wie sie zum Beispiel nach einem Schlaganfall vorkommen kann, und zudem das Zittern nicht immer vorkommt, ist der Begriff Schüttelähmung nicht mehr gebräuchlich.</p>
<p><strong>Parkinson-Krankheit</strong>, <strong>Morbus Parkinson</strong> oder <strong>idiopathisches Parkinson-Syndrom</strong> (IPS) &#8212; alle Begriffe meinen dieselbe Erkrankung, die wir kurz als Parkinson bezeichnen. Idiopathisch&#8230; diesem Begriff begegnen wir nicht nur hier, und er meint <em>ohne erkennbare Ursachen auftretend</em>.</p>
<h3>Parkinson wird diagnostiziert, wenn folgende Kriterien vorliegen:</h3>
<ul>
<li><span style="text-decoration: underline;">Mindestens zwei</span> dieser Krankheitssymptome sind vorhanden:
<ul>
<li>Muskelsteifheit (Rigor)</li>
<li>Verlangsamung oder Verarmung der Bewegungen, Bewegungsunfähigkeit (Brady-, Hypo-, Akinese)</li>
<li>Ruhezittern (Ruhetremor)</li>
</ul>
</li>
<li>Die Krankheitsursache ist unbekannt</li>
<li>Die Symptome bessern sich bei einer Behandlung mit L-Dopa.</li>
<li>Es gibt keine untypischen Symptome.</li>
</ul>
<p>So spricht eine frühzeitige Störung der Gleichgewichtsreflexe gegen Parkinson.</p>
<h3>Kriterien, die das Nervensystem betreffen, sind:</h3>
<p><!-- headline ende --> <!-- webprinter.printsection.begin --></p>
<ol>
<li><em>Untergang der Dopamin produzierenden Nervenzellen in der Schwarzen Substan</em>z des Gehirns.</li>
<li>Auftreten von Einschlüssen in den erkrankten Nervenzellen (<strong>Lewy-Körperchen</strong>).<br />
Die Bedeutung dieser Körperchen ist weitgehend unklar, aber ihre Zusammensetzung kennt man inzwischen:   Sie bestehen aus Neurofilament,           Ubiquitin und dem obengenannten Alpha-Synuclein; das unterfüttert die neurogenetischen Versuche, Parkinson zu erklären.           Lewy-Körperchen kommen nicht nur in der Schwarzen Substanz, sondern           auch in anderen Hirnarealen vor; daher die Vermutung, dass auch <em>andere Botenstoffe</em> an der Entstehung beteiligt sind.<br />
Neben den Transmittern Dopamin, Glutamat und Acetylcholin, bisher immer die Hauptverdächtigen, sind wohl auch Noradrenalin und Serotonin beteiligt. Ein Noradrenalinmangel in bestimmten Hirnregionen löst           die Blockierung bzw. das „Einfrieren“ von Bewegungen aus.</li>
<li>Aktuell werden noch weitere Schädigungsmechanismen dopaminproduzierender           Zellen diskutiert, vor allem der sogenannte programmierte           Zelltod (Apoptose). Ein zelluläres Todessignal löst durch chemische           Vorgänge das Absterben der Zelle aus. Die komplexen Vorgänge bei der Schädigung von Zellen untermauern die Vorstellung von schädigenden Sauerstoffverbindungen           (vgl. <a title="Oxidativer Stress und andere diskutierte Ursachen von Parkinson" href="http://www.gefluegelfreiezone.de/wp/wordpress/2009/01/23/parkinson-haufigkeit-auftreten-erblichkeit-ursachen/" target="_self">oxidativer Stress</a>) und die Rolle von Entzündungen.</li>
</ol>
<p>Neben dem idiopathischen Parkinson-Syndrom gibt es noch           symptomatische oder sekundäre Parkinson-Syndrome, bei denen eindeutige           Auslöser (wie z.B. giftige Substanzen oder eine Hirnverletzung) Parkinson-Störungen           verursachen.<br />
Als Pseudo-Parkinson-Symptome bezeichnet man Krankheiten, die Parkinson-ähnliche           Störungen verursachen, ohne dass im Gehirn ein Mangel an Dopamin           vorliegt (daher das vorangestellte Pseudo).</p>
<h3>Multisystemkrankheiten</h3>
<p><!-- headline ende --> <!-- webprinter.printsection.begin -->Atypische Parkinson-Krankheiten entstehen im Falle von sogenannten Multisystem-Erkrankungen.          Hier sind, der Name deutet es an, mehrere Systeme des Gehirns          erkrankt. Dementsprechend sind die Störungen vielfältiger. Diese          Erkrankungen, auch Parkinson-Plus genannt, bessern sich kaum, wenn sie          mit L-Dopa behandelt werden.</p>
<p>Beim sogenannten psychogenen Parkinson-Syndrom können durch eine          seelische Störung ohne körperliche Veränderungen die Symptome          einer Parkinson-Krankheit nachgeahmt werden.</p>
<h3>Der Beginn der Erkrankung &#8212; Oft ist es die Schrift, die Hinweise gibt</h3>
<p><a title="Das Extrapyramidale System" href="http://www.gefluegelfreiezone.de/wp/wordpress/2009/01/23/das-extrapyramidale-system/" target="_self">Dopamin ist als Botenstoff an komplexen Bewegungsabläufen beteiligt.</a></p>
<p>Oft werden als Beispiel das Einfädeln von Fäden in ein Nadelöhr oder das Schreiben herangezogen. Während das Einfädeln des Fadens auch Menschen, die nicht an Parkinson erkrankt sind, Schwierigkeiten bereiten kann, ist die Fahigkeit zu schreiben völlig selbstverständlich für uns. Bei Parkinson wird die Schrift kleiner und zittriger, das Schreiben als solches fällt zunehmend schwer.</p>
<p>Die Anfangssymptome sind häufig diffus und können auch bei anderen Erkrankungen vorkommen. Deshalb wird Parkinson oft erst spät diagnostiziert. Je früher aber die Diagnose, desto besser kann auf den Verlauf eingewirkt werden. Heilbar ist Parkinson nicht, aber der Verlauf und die Symptome können abgemildert werden.</p>
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		<title>Parkinson &#8212; Eine Einführung</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Jan 2009 00:18:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kunstgriff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neurologie]]></category>
		<category><![CDATA[Parkinson]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Arzt und Apotheker James Parkinson (1755-1824) ist &#8212; wie schon fast vermutet &#8212; Namensgeber. 1817 beschrieb er die Krankheit als &#8220;Shaking Palsy&#8221; &#8212; Schüttellähmung.
Der französische Neurologe Professor Jean           Marie Charcot war dann 1884 der erste, der den Namen Morbus Parkinson benutzte.
1919 wurden endlich die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Arzt und Apotheker James Parkinson (1755-1824) ist &#8212; wie schon fast vermutet &#8212; Namensgeber. 1817 beschrieb er die Krankheit als &#8220;Shaking Palsy&#8221; &#8212; Schüttellähmung.</p>
<p>Der französische Neurologe Professor Jean           Marie Charcot war dann 1884 der erste, der den Namen Morbus Parkinson benutzte.</p>
<p>1919 wurden endlich die krankhaften Veränderungen in der sogenannten           Schwarzen Substanz des Gehirns entdeckt.<br />
Die schwarze Substanz, Substantia  nigra<strong><strong>,</strong></strong> ist eine Ansammlung von melaninhaltigen Nervenzellen im Mittelhirn. Die schwarze Substanz fällt im Schnittbild mikroskopisch durch die schwarze Färbung auf (was den Namen erklärt). Sie ist Teil des extrapyramidalen Systems und enthält ein Schaltzentrum, das die unwillkürlichen Bewegungen der Augen, des Kopfes und des Rumpfes auf die Eindrücke von Augen und Ohren abstimmt.</p>
<p>In den 1969er Jahren konnte schließlich der biochemische Hintergrund der Krankheit aufgedeckt werden: der Mangel           am Botenstoff (Neurotranmitter) Dopamin. Diese Erkenntnisse eröffneten den Weg für           die heutige, meist sehr effektive Therapie der Erkrankung mit L-Dopa.<a href="http://www.parkinson-web.de/was_ist/was_ist_index2.html#"><!-- webprinter.printsection.end --> </a> <a href="http://www.parkinson-web.de/was_ist/was_ist_index2.html#"> </a></p>
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